Welche Beschwerden lassen sich mit Osteopathie behandeln?

Osteopathie kommt als Therapie bei einer Vielzahl akuter und chronischer Schmerzen und Funktionseinschränkungen in Frage. Das Ziel der osteopathischen Behandlung ist es, Blockaden zu lösen und Schmerzen zu lindern.
Ob die Osteopathie als eigenständige Behandlungsmethode oder als begleitende Therapie zur schulmedizinischen Behandlung eingesetzt wird, hängt dabei vom individuellen Krankheitsbild ab.

Akute und chronische Schmerzen
der Wirbelsäule lindern

Viele Menschen leiden unter chronischen Rückenschmerzen, ausgelöst durch Verspannungen oder Blockaden. Die Osteopathie sucht mit ganzheitlichem Blick nach möglichen Ursachen für die Schmerzen, um Blockaden zu lösen und die Selbstheilung des Körpers anzuregen. So können chronische Schmerzen, aber auch akute Schmerzustände wie bei einem Bandscheibenvorfall oder einem Hexenschuss behandelt werden.

  • Hexenschuss
  • Lendenwirbelsäulen-Syndrom
  • Bandscheibenvorfall
  • Skoliose
  • Ischiasschmerzen
  • Muskelschmerzen & Verspannungen
  • Blockaden in der Wirbelsäule und/oder ISG

Blockaden und Verspannungen im Kopf- und Nackenbereich

Wer unter chronischen Kopfschmerzen oder Migräne leidet, sieht sich häufig gezwungen, auf Schmerzmittel zurückzugreifen, um eine Schmerzattacke erträglicher zu machen. Die Osteopathie sucht gezielt nach den Ursachen der Schmerzen – diese können zum Beispiel auch in einer Fehlstellung der Wirbelsäule oder des Kiefergelenks liegen. Auch bei vielen weiteren Schmerzzuständen im Kopf- und Nackenbereich kann Osteopathie eine Behandlungsmöglichkeit darstellen:

  • Nackenverspannungen
  • Schleudertrauma
  • Kieferschmerzen, Knirschen, Kiefergelenksstörungen
  • Schwindel
  • Tinnitus
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Hörsturz, Stirnhöhlenprobleme, Ohrprobleme

Funktionsstörungen an Schultern, Armen und Händen behandeln

Nicht nur Sportler leiden unter einer Überbeanspruchung von Schultern, Ellenbogen oder Unterarmmuskulatur. Bei Handwerkern und Menschen, die am PC tätig sind, kommen der sogenannte Tennisellenbogen und der Golferarm weit häufiger vor. Die osteopathische Behandlung bezieht alle Körpersysteme mit ein, so dass neben der offensichtlichen Ursache – der einseitigen Belastung – auch weitere, „versteckte“ Ursachen gefunden und behandelt werden können. Im Bereich der Arme und Schultern zählen zu den Indikationen für Osteopathie zum Beispiel:

  • Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
  • Schultersteife (Frozen Shoulder), Impingement
  • Tennisellenbogen (Epicondylitis lateralis)
  • Golferarm (Epicondylitis medialis)
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Einschlafende Finger/Hände, Taubheitsgefühl

Chronische Schmerzen und akute Schmerzustände an Hüfte, Knien und Füßen

Kniebeschwerden und chronische Schmerzen des Knies sind typische Sportverletzungen. Aber auch Menschen, die ihre Knie- und Fußgelenke nicht übermäßig beanspruchen, leiden unter Schmerzzuständen in diesem Bereich. Die Osteopathie kann helfen, indem sie den Bewegungsapparat ganzheitlich betrachtet und alle Wechselwirkungen von Knochen, Muskeln, Gelenken und Bändern, aber auch die Lage und Funktion der Organe mit einbezieht. Durch das gezielte Erfassen und Beheben von Fehlfunktionen bietet die Osteopathie Linderung bei den verschiedensten Kniebeschwerden und Schmerzen an Hüften und Füßen:

  • Schleimbeutelentzündung (Bursitis)
  • Gelenkbeschwerden
  • Leistenschmerzen
  • Muskelverletzungen, Muskelkrämpfe
  • Achillessehnenreizung, Fersensporn
  • Senk-, Spreizfuß
  • Arthrose und Hüftschmerzen

Beweglichkeitsstörungen der Organe – Ursachen erkennen und behandeln

Nicht nur chronische Schmerzen, sondern auch vielfältige Störungen und Beschwerden der inneren Organe können osteopathisch behandelt werden, um Symptome zu lindern. Der Osteopath versucht dabei unter anderem, Spannungen oder eine eingeschränkte Beweglichkeit der Organe bzw. Blockaden der Nervenbahnen zu erfassen und zu behandeln. Auch Ergebnisse aus vorherigen Untersuchungen wie z. B. einer Laboranalyse lässt der Osteopath in die Therapie einfließen, z. B. bei:

  • Atembeschwerden
  • Reflux, Sodbrennen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Rezidivierende Nierenbecken- und Blasenentzündungen
  • Harninkontinenz und Senkungen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Probleme nach Bauch- und Brustkorb-OPs, Vernarbungen
Aus rechtlichen Gründen weisen wir darauf hin, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilungsversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung der Osteopathischen Medizin. Für den Bereich der Wirbelsäule, z. B. beim chronischen Schmerz-Syndrom der Wirbelsäule geht die Bundesärztekammer in der Regel von einer Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen aus (Deutsches Ärzteblatt 2009, Seite 2325 ff.). Im Übrigen gibt es bislang keine Studien, die in wissenschaftlicher Hinsicht die Wirkungsweise der Osteopathischen Medizin bei den zuvor aufgeführten Krankheitsbildern nachweisen.

Osteopathie – Wirkung und Grenzen der osteopathischen Behandlung

Das Ziel der Osteopathie ist es, Spannungen und Blockaden im Körper zu lösen und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren. Damit leistet die Osteopathie in vielen Bereichen einen wertvollen Beitrag zur Heilung von Schmerzen und Beschwerden. Es gehört zu den Aufgaben der Osteopathie, zu erkennen, ob und in welchem Umfang eine Osteopathie-Behandlung für den Patienten sinnvoll ist. In meiner Osteopathiepraxis in Köln-Sulz berate ich Sie im Rahmen des Patientengesprächs umfassend und auf Ihren individuellen Fall bezogen zu den Möglichkeiten und den Grenzen der Osteopathie.

Grenzen der Osteopathie

Es gibt viele Indikationen, bei denen eine Behandlung mit Osteopathie Wirkung zeigen kann. Die Grenzen der Osteopathie liegen bei schweren Erkrankungen und strukturellen Schäden der Körpersysteme, wie zum Beispiel:

  • Schlaganfällen
  • Infektionen
  • strukturellen Erkrankungen wie Krebs
  • psychischen Erkrankungen

Körperlicher Verschleiß und strukturelle Schädigungen können durch eine Osteopathie- Behandlung nicht rückgängig gemacht werden. In vielen Fällen hilft Osteopathie aber als begleitende Therapie, unter Absprache mit dem Arzt, zur Schmerzlinderung oder zur Verbesserung der Funktionsfähigkeit.

Ablauf der
osteopathischen Behandlung

So werden Bewegungseinschränkungen und Funktionsstörungen behandelt
Es gibt eine Vielzahl von Indikationen für eine osteopathische Behandlung, und genauso vielfältig sind die Ursachen, die körperliche Probleme und Einschränkungen hervorrufen können. Jede Behandlung erfolgt individuell unter Anwendung der verschiedenen osteopathischen Techniken und entsprechend der jeweiligen Problematik.

Was macht ein Osteopath bei der ersten Behandlung?
Bei der ersten osteopathischen Behandlung liegt der Fokus auf der körperlichen Untersuchung und der Anamnese. Der behandelnde Osteopath erfragt in einem ausführlichen Gespräch zu Beginn der Therapie die individuelle Krankengeschichte und die Lebensgewohnheiten des Patienten. Es folgt eine manuelle Untersuchung des Körpers, die unter anderem Bewegungs- und Spannungstests für Muskeln, Faszien, Bänder, Gelenke und Organe beinhaltet.Nach den Ergebnissen dieser Untersuchung werden die Art der osteopathischen Behandlung sowie die Behandlungsdauer ausgerichtet.

Die erste Behandlung im Überblick:

Ausführliches Patientengespräch

  • über die aktuellen Beschwerden
  • über die medizinische Vorgeschichte wie z. B. Operationen, Unfälle, Erkrankungen, Medikation etc.

Untersuchung des gesamten Körpers

  • Größe, Position und Bewegungsfreiheit von Organen, Muskeln, Knochen und Wirbeln werden systematisch erfasst, eventuelle Einschränkungen behandelt
  • Bewegungen und Spannungen des Körper werden identifiziert und bei Abweichungen behandelt
  • Blockaden in allen Körpersystemen werden gesucht und behandelt, die körpereigenen Selbstheilungskräfte werden aktiviert
  • Ausführliche, verständliche Erklärung der Problematik und der Behandlungsansätze
  • Erste Therapiemaßnahmen

Die weiterführende osteopathische Behandlung

Auch jede weitere Behandlungseinheit beginnt mit einem Patientengespräch. Dabei spielt vor allem die veränderte Symptomatik zwischen den Behandlungseinheiten eine Rolle. Diese ist entscheidend für die Inhalte bzw. die Wahl der osteopathischen Techniken für die weiterführende Therapie. Dabei geht es nicht ausschließlich um die Behandlung mit den Händen – auch Übungen und eventuelle Veränderungen von Lebensgewohnheiten und Verhaltensmustern des Patienten spielen in jeder Einheit eine wichtige Rolle.

Die weiteren osteopathischen Behandlungen im Überblick:

  • Patientengespräch über die Veränderung der Symptomatik
  • Osteopathische Behandlung/Folgebehandlung mit den in der ersten Behandlung festgelegten Therapiemaßnahmen

Eine osteopathische Behandlung in der Osteopathiepraxis Krauß in Köln-Sülz dauert ungefähr 45 Minuten.
Je nach Ursache der Beschwerden sind zwischen zwei und sechs Behandlungseinheiten erforderlich, bei chronischen Beschwerden ggf. auch mehr.
Die einzelnen Therapieeinheiten werden im Abstand von einer bis zu sechs Wochen durchgeführt, wobei sich der Abstand der Behandlung ebenfalls nach der individuellen Problematik richtet.

Ablauf der Behandlung

Die osteopathische Behandlung dauert in der Regel 45 Minuten. Je nach Ursache der Beschwerden sind zwischen zwei und sechs Behandlungen (bei chronischen Beschwerden eventuell auch mehr) nötig, die in einem Abstand von ein bis vier Wochen durchgeführt werden. Sowohl die Länge als auch der Abstand der einzelnen Therapieeinheiten hängt von dem individuellen Problem ab.


Ablauf der Behandlung
Ablauf der Behandlung

Osteopathie – Kosten und Kostenübernahme

In meiner Osteopathiepraxis berechne ich 80,00 € pro Behandlung. Eine Einheit dauert etwa 45 Minuten. Je nach individueller Problematik sind zwischen zwei und sechs Behandlungen erforderlich.

Kostenerstattung für Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen

Als alternative Heilmethode ist die Osteopathie nicht im regulären Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten. Allerdings übernehmen viele gesetzliche Krankenkassen inzwischen anteilig die Osteopathie-Kosten. Sollte Ihre Krankenkasse die Behandlungskosten nicht erstatten, haben Sie selbstverständlich die Möglichkeit, eine osteopathische Behandlung als Selbstzahler in Anspruch zu nehmen. Sprechen Sie mich gern an, wenn Sie Fragen zur Osteopathie-Kostenübernahme haben oder wenden Sie sich für detaillierte Informationen direkt an Ihre Krankenkasse.

Kostenerstattung für Mitglieder privater Krankenversicherungen

Wenn Sie Mitglied einer privaten Krankenversicherung sind (Private Vollversicherung, Private Zusatzversicherung, Beihilfe und Postbeamtenkrankenkasse), benötigen Sie keine ärztliche Verordnung für Osteopathie. Die Abrechnung erfolgt in diesem Fall nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker (GebüH) und die Höhe der Kostenerstattung ist abhängig von Ihrer jeweiligen Vereinbarung mit der Krankenversicherung.

Welche Krankenkasse zahlt Osteopathie?

Die Erstattung der Osteopathie-Kosten wird von den Krankenkassen unterschiedlich gehandhabt. Als ausgebildete Therapeutin für Osteopathie und Mitglied im Bundesverband Osteopathie erfülle ich mit meiner Osteopathiepraxis in Köln-Sülz alle an die Erstattung gebundenen Voraussetzungen. Eine Übersicht über die Krankenkassen, die Osteopathie-Kosten bezuschussen sowie die jeweils geltenden Voraussetzungen und den Leistungsumfang finden Sie hier: www.bv-osteopathie.de

Kosten für nicht wahrgenommene Behandlungstermine

Bitte beachten Sie, dass ich für nicht wahrgenommene Termine sowie für Termine, die weniger als 24 Stunden vor Terminbeginn abgesagt werden, die vollen Behandlungskosten in Rechnung stellen muss.